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Backup mit rsnapshot auf einen SSH-Server ausführen (push)

30. November 2010 von edgar

Bevor man lange Zeit mit Suchen vergeudet: es geht nicht. Zumindest nicht mit einfachen Mitteln. rsnapshot kann mit einem SSH-Server nur als Quelle umgehen, nicht als Ziel. Wenn man aber die Daten eines Desktoprechners per SSH auf einen Backupserver sichern möchte, kommt man mit rsnapshot nicht weit. Auch ein Weg über SSHFS (ein Verzeichnis auf einem SSH-Server lokal mounten) ist keine Lösung – es unterstützt nämlich die für rsnapshot essentiellen Hardlinks nicht.

Die einzige Möglichkeit die ich mir vorstellen kann, ist ein SSH-Tunnel: man baut mit
edgar@desktop: ~$ ssh -R 22222:localhost:22 backupserver
eine Verbindung zum Backupserver auf. Dabei wird auf backupserver der Port 22222 über den SSH-Tunnel auf Port 22 des lokalen Rechners (desktop) zurückgeschickt. Wenn man also mit
edgar@backupserver: ~$ ssh localhost -p 22222
eine SSH-Verbindung aufbaut, landet man auf dem Desktop-Rechner. Somit kann man auch rsnapshot auf dem Backupserver so konfigurieren, dass man als Quelle den localhost mit SSH über Port 22222 angibt. Da die Verbindung über den SSH-Tunnel an den Desktop-Rechner zurückgeschickt wird, ist dieser die Quelle für das Backup… Wer das mal getestet hat, möge mir einen Kommentar hinterlassen. :)

Da mir das ganze aber zu konfus war und rdiff-backup sowieso wesentlich speicherplatzeffizienter arbeitet als rsnapshot, steige ich nun auf rdiff-backup um. Da es bei der Umstellung aber auch Probleme geben kann, gibt es gleich einen weiteren Artikel.

Update: Es gibt eine nette Alternative zu rsnapshot. Im Wiki von Ubuntuusers gibt es ein Skript, welches sich ähnlich verhält wie rsnapshot, aber auch auf SSH-Server pushen kann. Man findet es hier: Backup_mit_RSYNC.

Fehler „0x80070035“ bei Zugriff von Windows 7 auf Samba-Freigabe

24. November 2010 von edgar

Dieser Fehler tritt eventuell auf, wenn man von Windows 7 auf eine Samba-Freigabe eines Linux-Rechners zugreifen möchte.

Im Internet findet man dazu einiges, vor allem Probleme der Samba-Konfiguration. Genaue Details zur korrekten Konfiguration gibt es beispielsweise hier: http://wiki.ubuntuusers.de/samba_server

Wenn ein Zugriff auf Samba trotz der korrekten Einrichtung der Samba-Konfigurationsdatei und der Samba-Benutzer nicht möglich ist, liegt vermutlich ein Rechteproblem vor. Hat der Benutzer, der über Samba auf die Freigabe zugreifen möchte, auch die Leserechte für die Datei? Auf Laufwerken mit Linux-Dateisystem lassen sich z.B. Leserechte für alle über den Befehl
sudo chmod -R o+r [ordnername]
hinzufügen. Mehr zum Thema Rechte unter Linux gibt es hier: http://wiki.ubuntuusers.de/rechte

Problematisch wird das ganze, wenn man auch noch eine Freigabe auf NTFS-Laufwerken haben möchte. Dabei muss man zusätzlich darauf achten, wie die Festplatte eingebunden (gemountet) ist. Hier ein Eintrag aus der Datei „/etc/fstab“ meines Rechners:
UUID=7896C12A96C0E9A8 /mnt/Stuff ntfs rw,auto,user,nls=utf8,umask=007,gid=46 0 0

Wichtig ist hierbei der Eintrag „gid=46“. Er gibt nämlich an, dass das Laufwerk mit der Gruppe 46 (unter Ubuntu: „plugdev“) eingebunden wird. Damit dürfen nur Benutzer auf dieses Laufwerk (und damit auch auf die Freigabe!) zugreifen, die sich in der Gruppe „plugdev“ befinden.

Das Problem wurde also dadurch behoben, den zugreifenden Benutzer nicht nur im Linux-System und unter Samba anzulegen, sondern ihn auch in die Gruppe „plugdev“ aufzunehmen.



css.php